Mainzer Regierung ehrt Professor
Max Otte mit Grußwort und Urkunde

Rückblende:

Ende 2018 schied Otte auf eigenen Antrag als Professor und Beamter auf Lebenszeit aus dem Staatsdienst aus, um sich auf seine Analysen und unternehmerischen Aktivitäten zu konzentrieren. Für seine geleisteten Dienste sprach ihm der rheinland-pfälzische Kulturminister Wolf seinen Dank aus (siehe Urkunde unten).

Schon 2011 hatte der damalige SPD-Ministerpräsident Kurt Beck den Ökonomie-Professor mit seinen Grußworten gelobt:

Sehr geehrter Herr Professor Otte,

zu Ihrer 10-jährigen Tätigkeit als Professor für allgemeine und internationale Betriebswirtschaftslehre an unserer Fachhochschule Worms gratuliere ich Ihnen herzlich. Gleichzeitig gratuliere ich Ihnen zur Universitätsprofessur an der Karl-Franzens-Universität Graz.

Der erste runde Geburtstag Ihrer Professur an der Fachhochschule Worms ist ein Anlass für mich festzustellen: Sie haben durch Ihre Tätigkeit in der Nibelungenstadt wesentlich zur Bekanntheit der Fachhochschule beigetragen. Darüber hinaus sind Sie als hervorragender Fachmann unter anderem in den Bereichen internationales Management, internationale Finanzmärkte und Investitionstheorie bekannt. Es ist Ihr Verdienst, mehr als zwei Jahre vor der Finanzkrise 2008/2009 diese im Voraus erkannt zu haben. Nicht zuletzt erwähne ich Ihr Engagement, eine breite Öffentlichkeit für das Thema der privaten Vermögensbildung zu sensibilisieren. In diesem Zusammenhang leisten Sie durch Vorträge und Medienauftritte wichtige Beiträge dazu, über die Zusammenhänge der Finanz- und Wirtschaftskrise aufzuklären.

Sehr geehrter Herr Professor Otte, ich danke Ihnen für Ihr herausragendes Wirken und wünsche Ihnen alles erdenklich Gute für die Zukunft.

Ihr
Kurt Beck
Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz

Übrigens: Max Otte hatte schon immer eine ganz spezielle Beziehung zum Hambacher Schloss: Er wurde als Redner eingeladen, so zum „Hambacher Demokratie-Forum 2010“ und den „Hambacher Gesprächen 2011“. Und in diesem Jahr feierte er auf dem Hambacher Schloss sein zehnjähriges Dienstjubiläum als Professor und Beamter von Rheinland-Pfalz.

Max Otte: Ich stelle fest: wir sind Hambach!

Autoren-Karriere: In diesen Zeiten begann Max Otte auch seine Laufbahn als Autor. So mit dem SPIEGEL-Bestseller „Der Crash kommt“, mit dem er bereits 2006 die Finanzkrise voraussagte. Zehn Jahre später erschien dann 2016 das 469-Seiten-Buch: „Investieren statt sparen“ (in unserem Shop erhältlich). In diesem Buch schreibt Otte, dass die Niedrigzinsphase alle Anleger vor eine große Herausforderung stellt. Worauf müssen Sie jetzt achten, wie bauen Sie ein ertragreiches Depot und ein stattliches Vermögen auf? Er erklärt ausführlich und mit vielen Fakten, was Sparer investieren und kaufen sollten. Nach wie vor hochaktuell!

Festschrift Neues Hambacher Fest 2018 von Max Otte

Neues Hambacher Fest 2018

„Es steht nicht gut um Deutschland. Der Himmel über uns ist nicht nur bewölkt, er ist sehr dunkel“, beginnt Max Otte sein Grußwort in der ersten Ausgabe „Neues Hambacher Fest 2018“. Der freiheitsliebende Ökonom schreibt: „Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig, dass wir unsere großartigen Traditionen pflegen, uns der vielen erhebenden und erhabenen Momente bewusst werden, die unser Land aufweist.“

Zum Inhalt: Die Geschichte der deutschen Freiheitsfeste, besonders des „Hambacher Festes“. Die Reden der Hambacher Helden Philipp Jakob Siebenpfeiffer und Johann Georg August Wirth werden vorgestellt. Ausführliche Erwähnung finden  auch ihre Mitstreiter Friedrich Schüler, Joseph Savoye und Ferdinand Geib. Und dann noch die Liste mit vielen wunderschönen Liedern: „Mein Deutschland, strecke die Glieder“, „Wenn die bunten Fahnen wehen“ oder „Wildgänse rauschen durch die Nacht“.

Hier können Sie das Buch bestellen. Preis: 23,40 € (inkl. Versand)

Neues Hambacher Fest 2019

Auch die zweite Publikation „Neues Hambacher Fest 2019“ beginnt mit einem flammenden Otte-Appell: „Holen wir uns das Hambacher Fest dahin, wo es hingehört, als Protestveranstaltung gegen die Obrigkeit, als Fest der Freiheit und als Nationalfest der Deutschen!“ Stark auch das Grußwort von Dr. Markus Krall: „Lassen Sie sich von keinem Berliner Politiker  der sozialistischen Einheitsbrei-Partei in irgendwelche Schubladen stecken. Gesunder Menschenverband ist nicht ‚rechts‘, aber die Unfreiheit ist links.“ Ebenso stark die Rede von Imad Karim: „Wenn das Hambacher Fest für Sie ein Erbe ist, dann ist das für mich und andere Deutschlandliebende mit Migrationshintergrund ein Vermächtnis. Lassen Sie uns gemeinsam dieses Erbe bewahren und diesem Vermächtnis treu bleiben.“ Ja und dann entdeckte der Autor noch ein Kapitel aus seinem Buch „Die AfD-Story: Störfall oder Erfolgsmodell“, in dem er über Max Otte und die Geschichte seines „Neuen Hambacher Festes“ schreibt.

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„Hambacher Feste“

Bemerkenswert das informative Geschichtsbuch „Hambacher Feste“ von Johann Braun. Der renommierte Jurist schildert die politische Lage im Vorfeld des ersten Festes, das Hambacher Fest von 1832 und das Nachspiel sowie die allgemeine Lage zum „Neuen Hambacher Fest“. Der Vergleich beider Veranstaltungen wirft ein interessantes Licht auf Vergangenheit und Gegenwart. „Sicher werden auch spätere Generationen verstehen, dass die ‚Neuen Hambacher‘ für Denk- und Redefreiheit und für die Fortschreibung ihrer angestammten Kultur eintraten“, schließt Johann Braun seine interessante Publikation.

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Hmabacher Schloss

Ärgerliche Personenkontrolle
vor der Preisverleihung

Wer an der Verleihung des Zivilcourage-Preises 2020 teilnehmen wollte, musste sich vorab beim Management der Stiftung Hambacher Schloss für einen Platz schriftlich mit Adresse bewerben. Eine ungewöhnliche Einlass-Prozedur für eine friedliche Bürgerfeier. 

Ausgerechnet in der „Wiege der Demokratie“ so viel Misstrauen? Hinauf zum Schloss! Mit Siebenpfeiffer war das kein Problem. Aus den zahlreichen Briefen der Bewerber ist ersichtlich, dass es sich hierbei um respektable deutsche Staatsbürger handelt: Ärzte, Rechtsanwälte, Banker, Richter, Wissenschaftler, Beamte, Ingenieure, Gymnasiallehrer, Unternehmer – oder einfach nur Menschen, die für ihr Land schon viel geleistet haben. 

„Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass so ein Ansinnen in unserer freiheitlichen deutschen Demokratie vorkommen könnte, die sich zudem stark dem Datenschutz verpflichtet weiß. Ehrlich gesagt bin ich entsetzt“, so schreibt der Bewerber Siegfried S. In vielen Briefen wird die Personenkontrolle vor der Preisverleihung ärgerlich kommentiert. Alle Bewerber legen aber auch ein Bekenntnis für Demokratie und Freiheit ab, sehen dafür das Hambacher Schloss und seine Tradition als bestes Symbol. 

Immer wieder gelobt wird auch die Verleihung des von Max Otte verliehenen Preises für Zivilcourage. „Für mich hat Zivilcourage einen wahrlich hohen Stellenwert! Ich könnte mir keinen besseren Ort als das Hambacher Schloss dafür vorstellen“, so ein Unions-Politiker. Oder andere schreiben: „Dieser Preis wird mit Frau Lengsfeld an eine Person verliehen, die Diskriminierung und Boykott erdulden musste, weil sie sich erdreistet hat, eine eigene Meinung zu haben. Diese Entwicklung ist äußerst bedenklich und deshalb müssen wir die Demokratie verteidigen.“ Und Peter M. berichtet: „Ich habe an beiden bisherigen Hambacher Festen teilgenommen und habe diese sehr genossen. Die Verleihung eines Preises für Zivilcourage finde ich gerade in der heutigen Zeit sehr wichtig.“ 


Stiftung Hambacher Schloss I

Man will sich und die Gedenkstätte besser präsentieren. Der festangestellte Historiker Dr. Kristian Buchna soll sich jetzt um die Weiterentwicklung der Dauerausstellung, die historisch-politischen Veranstaltungen und die Demokratie-Vermittlung allgemein kümmern. Für die Stiftung wird er als Projektleiter die Neugestaltung der Dauerausstellung „Hinauf, hinauf zum Schloss“ begleiten, die man bis Anfang 2022 realisieren will. Es soll auch neue Veranstaltungs-Formate im Schloss geben, und eine Vernetzung mit anderen deutschen und europäischen Demokratie-Orten. Finanziert wird die neue Historiker-Stelle je zur Hälfte von Land und Bund. 

Stiftung Hambacher Schloss II

Vorschau: Auch 2021 soll wieder ein Demokratie-Forum im Schloss stattfinden. Der Publizist und Moderator Michel Friedman begrüßt prominente Gäste und diskutiert mit ihnen über aktuelle Themen aus Politik und Gesellschaft. Geplante Termine 2021: 10. März und 16. Juni, jeweils ab 19 Uhr. Am 24. März gibt es eine Buchvorstellung und ein Autorengespräch mit dem Historiker Prof. Dr. Eckart Conze, zum Thema: „Schatten des Kaiserreichs. Die Reichsgründung von 1871 und ihr schwieriges Erbe“. (www.hambacher-schloss.de)

Stiftung Hambacher Schloss III

Ein kürzlich gegründeter ehrenamtlicher Beirat wird künftig die Stiftung bei ihrer Arbeit beraten und unterstützen. Motto: Gemeinsam für die Werte der Demokratie einstehen und populistischen Bewegungen entgegentreten! Mitglieder sind unter anderem Ex-Ministerpräsident Kurt Beck als Beiratsvorsitzender, die Präsidentin der deutschen UNESCO-Kommission e.V. Prof. Dr. Maria Böhmer und Michael Garthe, Chefredakteur „DIE RHEINPFALZ“. Schwerpunkt-Thema des Gremiums ist die Überarbeitung der Dauerausstellung „Hinauf, hinauf zum Schloss“, die an das Hambacher Fest 1832 erinnert. Zudem wird schon jetzt an der Konzeption für das Jubiläumsjahr 2032 gearbeitet. 

Zitat zur Zeit

Rettet die bedrängte Freiheit! Wagt es keiner, mir beizuspringen? Ist kein wahrhafter Freier da? Keiner, der nach Tugend strebt? Das Gute liebt? Den Trug hasst? Das Recht in Ehren hält? Den Frevel verabscheut? Mit einem Wort: Ist kein echter Deutscher da?“
Ulrich von Hutten (1488 – 1523)  
Leben und Werk des fränkischen Ritters und Humanisten sind besonders verbunden mit der Geschichte des deutschen Nationalbewusstseins. Hutten gilt als „Auferwecker der Nation“, als ein Streiter für Freiheit und Wahrheit

Neue Serie (Folge 1): Deutsche Patrioten

Karl Heinrich Brüggemann: Nach Hambach die Todesstrafe

Bereits am 1. Juli 1831, also ein Jahr vor dem Hambacher Fest, hielt Karl Heinrich Brüggemann eine flammende Rede zur Feier der Pariser Julirevolution in der Klosterruine Limburg bei Bad Dürkheim. Leider wird die politische Arbeit des Journalisten, Burschenschafters und Hambach-Aktivisten bis heute nicht gebührend gewürdigt. Denn Brüggemann gehört zu den großen deutschen Patrioten. 

Zeitgenössische Fotografie von Karl Heinrich Brüggemann
Foto: Wikipedia

So führte er 1832 eine Gruppe von mehr als 200 Heidelberger Studenten nach Hambach. Dort forderte Brüggemann in seinen Reden, die Freiheit und Einheit Deutschlands notfalls auch mit Gewalt zu erzwingen, versuchte nach dem Fest den Aufbau von revolutionären Strukturen zu organisieren. Der 1810 im westfälischen Hopsten geborene Sohn eines Arztes war auch Mitglied der Burschenschaften Germania und Franconia. Er widmete sich dem Studium der Schriften Johann Gottlieb Fichtes und verinnerlichte dessen Credo, wonach „die Revolution (…) nicht ein Recht, sondern eine Pflicht sein (solle)“. Brüggemann wurde auch redaktioneller Mitarbeiter von Siebenpfeiffer, dem Herausgeber des „Westboten“. 

„Karl Heinrich Brüggemann war der wirkungsvollste deutsche Jugendführer in dieser Zeit; ein kleiner Kerl, an Gesundheit schwächlich, aber zäh und verwegen, emporgetragen von einem ehernen, wahrhaft westfälischen Rechtsgefühl“, so der Historiker Veit Valentin in seinem Buch „Das Hambacher Nationalfest“ (1982, Buchgilde Gutenberg). Und Valentin schreibt begeistert: „Hellenentum und Germanentum galten Brüggemann als die beiden großen Erfüllungen der Weltgeschichte. Auf das Vorbild Englands in der Neuzeit wies er immer wieder hin.“ 

Wenige Wochen nach dem Hambacher Fest verhaftet man Brüggemann in Mannheim, und er wird an die preußische Justiz nach Berlin ausgeliefert. Weil er von dem Berliner Kammergericht seine Mitstreiter nicht verraten wollte, wurde er als „determiniertes Subjekt“ nach wiederholter Strafandrohung und tapferer Weigerung mit Einzelhaft in einer fensterlosen Gefängniszelle bestraft. 

Brüggemann verteidigte sich mit großer Gewandtheit und logischer Schlagkraft. Trotzdem verurteilte ihn das Kammergericht wegen Hochverrats zur Todesstrafe „mit dem Rade von oben her“! Mit dem Rade von oben her: Es war das einzige verschärfte Urteil dieser Art, gegen mehrere andere „Demagogen“ erkannte man auf die Todesstrafe durch das Beil. Brüggemann wurde zuerst zu lebenslänglichem, dann zu fünfzehnjährigem Festungsarrest begnadigt. 1836 übergab seine Schwester dem Kronprinzen Friedrich Wilhelm persönlich fußfällig ein Gnadengesuch. Am 14. August 1840 entließ man ihn nach der Thronbesteigung Friedrich Wilhelms in die Freiheit.

Danach studierte Brüggemann Rechtswissenschaften und wurde erfolgreich im Fach Nationalökonomie habilitiert. Aber aufgrund seiner revolutionären Biografie verwehrte man ihm den Zutritt zu einer akademischen Laufbahn. So wurde er schließlich Journalist und Chefredakteur der „Kölnischen Zeitung“ (1846-55). Doch auf Druck der preußischen Regierung musste Brüggemann auch diese Position aufgeben. Der tapfere Hambach-Patriot starb am 1. Juli 1887, fand seine letzte Ruhe auf dem Kölner Melaten-Friedhof.